Zwei Choreografien

Zwei Choreografien gestern im Bockenheimer Depot. Von Ioannis Mandafounis EINS VOR ZWEI ZURÜCK und von Rosalind Crisp SEEN UNSEEN. Zwei sehr unterschiedliche Arbeiten. Letztere lernten wir ja in unseren Workshops mit Manuel quasi von innen kennen. Die Strukturen waren auch wieder sichtbar. Vierergruppen auf 4 getrennten Tanzböden, von Zuschauern umgeben. Die Gruppen wechselten den Ort und auch die Teamzusammensetzung. Das war sehr dynamisch, tänzerisch wirklich schön, und deutlich wurde der Zusammenhalt, der von einer Grundformel auszugehen schien. Am morgen dachte ich, noch einmal aus dem Kopf eine neue Tanzlinie dazu zu zeichnen.

Das andere Stück gefiel mir nicht so. Zu wenig Verbindung mit dem Raum, viele Albernheiten, auch sprachlich. Tänzerisch bestand es aus engem „Körpergewurschtel“ und Ausflügen in traditionelle, schematische Figuren. Am Rande traf ich die Kulturdezernentin, bei der ich mich über den Umgang des Kulturamtes mit unserer Projektidee DIKTATUREN beschwerte.

Mit den Schülern arbeitete ich gestern wieder am Bahndamm, an dessen Fuß wir Landart – Veränderungen vornahmen. Mit verschiedenen Scheren, Sägen und Beilen rückten wir den Brombeeren zuleibe. Daraus entstand ein neues Wegstück, das verschiedene Aufenthaltsorte miteinander verbindet. Außerdem zündeten wir in einer Metallschale Feuer an, in dem wir den trockenen Gartenschnitt verbrannten.