
Die Aufgabe, die nach Reisen ansteht, ist das Scannen aller Buchmalereien, die unterwegs entstanden sind. Es sind diesmal 60 kleine, schwebende Bilder. Manchmal stelle ich mir vor, sie größer auf stabiles Material auszudrucken, um sie dann zu überarbeiten. Hierzu gehen mir Strichzeichnungen durch den Kopf von Szenen, Architekturen und Landschaften, die in den Texten dazwischen beschrieben sind.

In diesem Zusammenhang erinnere ich mich an die Federzeichnungen, die ich als sehr junger Mann von den Portalen der Französischen Kathedralen gemacht habe, die wir nun besuchen. Sie entstanden damals aus Fernweh! Bald stellte ich dann den Ausreiseantrag.

Am Nachmittag nahm ich mir ein Tanzrelief vor, das ich grundiert und dann begonnen hatte, die vertieften Linien mit schwarzer Tusche zu verstärken. Das führte ich weiter. Dann am Bahndamm setzte sich ein Bussard nahe zu mir neben meine Bank auf einen Zaun und erzeugte einige Aufregung bei den Meisen, Amseln, Elstern und Spatzen. Sie schrieen, als wollten sie ihn vertreiben. Ohne mich zu bemerken flog er wieder davon.
