
Es fanden gestern am Sonntag weitere Experimente mit den Weidengeflechten statt. Sie sind sehr trocken und zerbrechlich. Keine richtige Arbeit, etwas spielerische Kontinuität. Auch sie alleine, ohne die alten Gitterstrukturen, lassen sich zu schwebenden Objekten zusammen flechten, die eventuell mit Papier und Pappmaché stabilisiert werden.

Zwischen zwei Gipsplatten trocknet das erste abgeformte und grundierte Tanzrelief, das ein wenig wellig aus der Form gekommen war. Nun ist es fast ebenso glatt, wie die anderen. Zunächst werde ich beginnen mit Tuschelinien neue Spuren in den Vertiefungen zu verfolgen, neue Figuren anzulegen. Der Kontrast kann dann mit Schellack abgefedert werden, wie auf den älteren Reliefs.

Die Buchmalereien werden immer farbiger. Ohne Scheu toben sich die Kontraste in den kleinen Formaten groß aus. Durch die bunten Strukturen der Steinoberflächen und deren Schichtungen bekommen sie einen impressionistischen Einschlag. Aus diesen unbestimmten Formationen treten manchmal, ohne meinen Willen, Figuren hervor.
