
Mehrfach zeichnete ich die Meenakshi – Tempel – Linie auf Transparentpapier durch. Dabei wird sie etwas korrigiert. Bögen werden geglättet, Abstände genauer eingerichtet und Größen leicht verändert. Das geschieht im Hinblick auf die Überlagerungen, die sich beim Zusammenrollen dieser Linie auf Rolle 12 ergeben. Sie lassen sich deutlicher strukturieren, wenn die Formen klarer komponiert sind und so besser durchgezeichnet werden können.

Viele der Jungs, die ich gestern in meinem Atelier empfangen wollte, sind krank oder anderweitig verhindert gewesen. Zwei kamen und arbeiteten konzentriert mit mir. Es entstehen ästhetisch wertvolle, dichte Figurationen, die sich aus den Frottagen meiner „Väterreliefformen“ entwickeln und von kleineren Blättern auf Transparentpapierrollen übertragen werden. So entstehen Bildergeschichten, deren Verläufe nicht vorauszusehen sind.

Und gestern schaute ich noch mal auf die Vorzeichnungen für das Tanzrelief. Dabei denke ich über eine gut handhabbare Dimension nach, was vor allem die Formen angeht, die schnell ein großes Gewicht bekommen. Für die Ausformung der einzelnen Reliefs werde ich vielleicht die Reste des zerstörten Frankfurter Kraftfeldes nutzen, sie erneut einweichen und das Material in die neuen Formen pressen, also umformen.
