
Den Gegensatz zwischen Reduktion und Überfrachtung in den Buchmalereien produktiv zu machen, heißt ihn nicht aufzulösen, sondern in ein spannungsvolles Verhältnis zu bringen. Zwei Schwergewichte, die ein Gleichgewicht halten sollen. Leichter gesagt als getan. Aber es ist das, womit ich gestern aufgehört habe, und womit ich heute am Morgen weitermache.

Es nähern sich auch konkrete Themen, die durch die Beschäftigung mit Diktaturen in den Fokus rücken. So steigern sich die Proteste gegen das Regime im Iran. Darüber könnte ich einen künstlerischen Dialog mit Reyhane beginnen. Und die staatlichen Unterstützungen von Kunstausstellungen in den USA sind teilweise gestrichen. Auf der anderen Seite steigen Unternehmen, die Luxuswaren produzieren, in die Kooperation mit dem Kunstmarkt ein. So verschwindet Kunst im hochspekulativen Finanzkontext.

Bei der weiteren Verdichtung der Tanzsequenz gestern, kam das Gefühl eines gewissen Leerlaufs auf. Entweder ist das Thema ausgereizt oder ich muss es über eine gewisse Grenze weitertreiben, dran bleiben, trotzig fortfahren bis es einen Sprung macht.
