
Vor meinem Atelier stand ein Tisch, auf dem ich mit Frottagen arbeitete. Ein Mitmachangebot für das Teveswestfest. Aber es interessierte sich kaum jemand dafür. Es liegt mir aber leider sehr fern, mich einem Zufallspublikum so zu nähern, dass es meine Strukturen schmackhaft findet. Stattdessen ließ ich die Frottagen fließen, indem das Papier während des Schraffierens über den Untergrund gezogen wird. Schellack und Tusche gingen mit dieser Bewegung zusammen. Kristallin und Flüssig begegnen sich wie im Tanz.

Besuch bekam ich von einer Dozentin der Hochschule für Darstellende Kunst, die mir erzählte, wie sie sich manchmal malend als Schauspielerin auf ihre Rollen vorbereitet. An der Stelle, wo sich diese Künste begegnen, fanden wir schnell eine gemeinsame Sprache. Und natürlich erzählte ich ihr von der Tanzlinie und den Objekten, die mit Bewegung im Raum zutun haben.

Heute noch mal einen ganzen Tag, die ersten Gäste sind schon da! Zwei Japanerinnen haben Frottagen gemacht und sie weiter verarbeitet für ihren Fensterscheiben zu Hause.
