
In den letzten Tagen reduzieren sich die Mittel der Buchmalereien. Auch die heutigen Formate sind klarer lesbar. Die malerischen Gesten stehen für sich und werden nicht durch mehrere Schichten anderer Strukturen zurückgedrängt. Die Schnelligkeit, mit der sie entstehen fördert diesen anderen Charakter.

Beim Nachdenken über das Retrospektivvorhaben, kam ich darauf, ältere Arbeiten mit dem Tanzrelief und den daraus entstehenden Objekten zu verbinden. Die Transparentpapierrolle kann wieder die Funktion des Motivsammlers übernehmen. Und die alten Bühnen- und Ballettsaalzeichnungen und die Animationsstills kommen zu neuen malerischen Überarbeitungen.

Die neue Gipsform liegt auf dem Arbeitstisch und fordert mich. Ich schaue darauf und denke aber schon an das nächste Relief. Alle fünf haben nahezu figürliche Umrisse. Das Defilé königlicher Gestalten. Die Muschelkettenformation an meiner Eiche auf dem Gustavsburgplatz wächst auch zu einem ähnlichen Umriss, zu einem gekrönten Tier.
