
Abends konnte ich, von einem Stuhl vor meinem Atelier aus, 3 Raben beobachten, ein Paar mit seinem Jungen. Das rannte sporadisch und aufgeregt über den Platz, verfiel in unkoordiniertes Herumspringen, wenn es freudig etwas entdeckt hatte, das zum Aufpicken geeignet schien. Wenn die Eltern wieder angeflogen kamen, sperrte es weit den Schnabel auf. Sie badeten in der Schlaglochpfütze, die bei trockenem Wetter von mir mit frischem Wasser aufgefüllt wird und tranken etwas ungeschickt daraus.

Zuvor nahm ich mir Zeit, Rolle 12 durchzuschauen und war etwas enttäuscht. Die spannenderen Vorgänge fanden zuvor auf Rolle 11 statt. Die darauf folgende ist so etwas, wie ein Materiallager, wo Zwischenergebnisse aufgehoben sind, die als Voraussetzung für spätere Kompositionen dienen können und schon in sie einflossen.

Bevor die neuen Gitterobjekte weiterentwickelt werden, sollte erst einmal das Tanzrelief fertig werden. Der raumgreifende Charakter der skulpturalen Arbeiten und die daraus entstehenden Lagerprobleme werden dadurch abgefedert, dass alte Dreiecksgitterobjekte aus den Regalen umgearbeitet werden. Vielleicht kann ich nun auch beginnen, einiges zu entsorgen.
