Namdroling

Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Wolle. Seide. Widerstand.“ im Museum für Angewandte Kunst, fielen mir wieder die Malereien in Namdroling ein. Diese Enklave der tibetischen Buddhisten in Südindien bildete eine Fortführung der traditionellen Bildprogramme heraus, deren Qualität eine besondere Form des Widerstandes gegen das Verschwinden dieser Kultur darstellt. Durch die technische Perfektion entwickelte sich eine Art von Überhöhung in einem Supersurrealismus feinster Malkultur.

Westlich geprägte Künstler gehen eher mit Brachialmethoden an eine Fragmentierung traditioneller Gestaltungsprinzipien heran, und wurden so, im Fall der Frankfurter Ausstellung, als Widerstandskünstler bezeichnet. Die Tibeter allerdings fielen mir, durch ihr Festhalten an den alten Formen, als wesentlich widerständiger auf.

In der Nacht, beim Nachdenken über die Meenakshisequenz, an der ich auf Rolle 12 gestern weiter arbeitete, kam mir die Idee, mit den Erlebnissen dieser Malerei in den buddhistischen Klöstern, ähnlich umzugehen. Dies kann mit Hilfe der Fotos, die ich mit meiner Lumix – Kamera gemacht habe, geschehen.