
Ein paar Muscheln, die sich aus einer Kette gelöst hatten, fädelte ich gestern neu auf und stellte damit 4 „Fädel“ für die Vaganteneiche her. Jede Muschel, die dort aufgereiht hängt, steht für ein Wort, das mir der Baum geflüstert hat. Und darüber hinaus sind sie Zeichen der Sprachen, die heute noch durch den Stamm in die Blätter steigen.

Am Tisch im offenen Rolltor des Ateliers findet die Weiterarbeit am Tanzrelieffries statt. Zur abgeschotteten Arbeitsweise im Winter, ist diese Situation eine Abwechslung. Der Blick durch das dichte Blattwerk, führt direkt in den Verlauf der Straße, die auf unser Gelände führt und hier endet. Es ist anregend, dort zu modellieren.

Nun ist die Rückkehr der Mauersegler, in ihre kurze Brutzeit bei uns verbringen, zu erwarten. Sie sollten um dieses Datum herum eintreffen und unseren Himmel bevölkern. Im Gärtchen beobachte ich viel Kleingetier. Die Mückenlarven werde ich in diesem Jahr in Ruhe lassen. Alle sind mir willkommen – Wespen, Bienen, Motten, Feuerwanzen, Ameisen, Libellen, Schwebfliegen, Schmetterlinge, Blattläuse, Tausendfüßler, Regenwürmer, Asseln…
