
Gezeiten und Kathedralen beschäftigten mich in den vergangenen Wochen. Diese anderen Strukturen als die des Alltags, wirkten sich jedoch kaum auf die Malereien aus, mit denen ich täglich mein Buch füllte. Dennoch saß ich stundenlang bei Ebbe zwischen den Steinen des Meeresbodens und fädelte Muscheln und Schneckenhäuser auf. Zwanzig Ketten habe ich so zusammengetragen.

Und natürlich gibt es diese Bilderflut von Ansichten, die ich glaubte, unbedingt festhalten zu müssen. Und es gibt auch wieder natürlich die vielen gesammelten Steine, Pflanzenteile und Kuriositäten, die meine Halde solcher Dinge im Atelier weiter anwachsen lassen.

Es ist gut, wieder mit den Leuten hier zu reden, die sich auch ohne mich um das Gelände gekümmert haben. An meiner Wiese ist sichtbar, dass es in der letzten Woche geregnet haben muss. Der Ahornbaum, den ich über die heißen und regenarmen Monate päppelte, trieb am Ende des Sommers noch einmal Blätter und Zweige. Ein schönes Wiedersehen auch mit den Gärten…
