
Meine Steine sind meine Freunde. Besonders, wenn sie eine abwechslungsreiche Oberflächenstruktur bieten, kommen sie mit mannigfaltigen Abdrücken in den Buchmalereien vor. Sie unterstützen mich, müssen aber auch im Zaum gehalten werden. Am engsten ist meine Beziehung zu ihnen, wenn ich mit eigenen zeichnerischen Bewegungen, auf ihren Spuren in den Malereien, in ihre Schichten vordringe.

Im Atelier liegt ein Objekt, dessen Reliefoberfläche sich durch die Trocknung des Pappmachés verformt hat. Diese geschwungene Form spannt sich über die kristallinen Gitterstrukturen. Um dort hinein noch kleinere Skulpturen setzen zu können, muss ich das Pappmaché, mit dem ich die bauen will, noch feiner zerkleinern. Dafür hängt ein Passierstab in der hiesigen Atelierküche.

Gabriele Stötzer hat nun eine Ausstellung Im Gropiusbau in Berlin. Darüber freue ich mich sehr. Es hat die richtige getroffen. Sie hat ihre radikaleren Ausdruckweisen schon in der DDR gefunden, als ich mich noch der Kraft verbunden fühlte, die aus dem Naturstudium wächst. Ich freue mich darauf, die Ausstellung zu sehen.
