
Der Formenguss war wieder mit Unsicherheiten verbunden. Die erste Schicht, die die Oberfläche des Modells abformt, gieße ich gerne mit etwas dünnerem Gips. Meine Hand rührt das Gemisch und spürt Klümpchen auf, die noch zerdrückt werden müssen. Mir geriet die Masse aber wieder zu dünn, was mit einer stärker gesättigten nächsten Schicht ausgeglichen werden sollte. Das Wasser, das sich oben absetzte, nahm ich mit Papierhandtüchern herunter.

Nun, am nächsten Morgen ist die Mischung ganz gut abgebunden, muss aber noch weiter trocknen, was mir Geduld abverlangt. Das ist alles etwas aufregend, weil viel Arbeit auf dem Spiel steht, die zerstört werden könnte. Morgen werde ich die Form vom Modell herunterheben und hoffe, dass sie stabil genug sein wird und nicht zerbricht, wie die zuvor.

Jetzt ist die letzte Entwurfszeichnung dran, die aus der Tanzsequenz „Undertainment“ auf Transparentpapier entwickelt wird. Keine große Sache, eher Routine. Ich werde froh sein, wenn die Arbeitsphase des Modellierens und Abformens vorüber ist. Eigentlich hatte ich mich auf ruhige Arbeit gefreut und den möglichen Stress beim Formenguss ausgeblendet.
