
Die Malereien schweben auf dem Papier, wie farbige Wolken am Himmel. Gerade noch war ich selbst noch mitten in ihnen, um sie zu verwirbeln. Wenn ich dann aber herabfalle und sie sich entfernen, vergesse ich mein Tun. Und eigentlich würde ich sie gerne mit mir führen, nicht nur in den Büchern, sondern direkt um mich herum. Vielleicht gelingt das, wenn ich sie auf meinem Weg ins Atelier als Gesang in meinem Kopf trage.

Beim Räumen im Atelier fallen mir manchmal alte Fotos in die Hände. Gudrun Holde Ortner fotografierte Barbara und mich im Heidelberger Theater. Oder ein Foto von Gisela Harich, die 1990 im Deutschen Theater in Berlin „Kein Runter, kein Fern“ von Plenzdorf aufnahm. So bekomme ich langsam einen Begriff von dem Retrospektivvorhaben.

Anne schickte Aufnahmen von der ukrainischen Ausgabe ihres Romans „Hinter den Mauern der Ozean“ Gute Sache! Das Projektschreiben von Annie Nowak las ich vorhin. Es handelt sich um ein Bühnenprojekt, in dem die Nachwendekinder den Begriff Heimat jenseits der faschistischen Ideologie einordnen wollen.
