
Nach einigen Improvisationsübungen im Ballettworkshop, deren Ziel Impulse gemeinsamer Bewegungen waren, zeigte sich, dass eine Harmonisierung schnell und ohne Worte einsetzen kann. Vielleicht lernt man sich durch aufeinander abgestimmtes Tanzen, durch körperliche Kommunikation, schneller besser kennen.

Wegen der aktuellen Arbeit am plastischen Tanzfries, kommen mir diese Erfahrungen besonders zugute. Es ist mir, als müsste ich aus der Dimension des Flachreliefs in den Raum heraustreten. Vor Augen sind mir dabei die verschränkten, wirbelnden Gliedmaßen und die Beziehungen der Körper im Raum zueinander und zu architektonischen Gegebenheiten, die sie umgeben. Die Justierung des Blicks, der sich nach anderen, sich bewegenden Figuren und stillstehenden Gegenständen, während der eigenen Bewegung orientiert, bietet produktive Perspektiven für die Gestaltung.

Die Reliefzeichnungen werden nun mit einem weichen Graphitstift verstärkt. Die aufwendigen Arbeitsgänge der Übertragung der Vorzeichnungen auf die Grundplatte des Modells, ziehen eine leichte Veränderung der Strukturen nach sich. Dadurch werden die Umrisse korrigiert und stabilisiert.
