
Die Aufmerksamkeit auf die Farben und ihre Muster gerichtet, das Hören reduziert und kein Blick auf die Uhr, dass Farbgesang im Kopf entstehen kann. Diese Methode führt am Morgen zu den Buchmalereien. Mit etwas Auflehnung gegen die straffe Arbeitsdisziplin gelingen derzeit leichtere Kompositionen.

Die Beschreibung meiner Arbeit schloss bisher die Umgebungsverhältnisse eher aus. Die Geschehnisse um mich herum manifestieren sich derzeit in der Strenge und fehlenden Farbigkeit der Objekte. Ihre Rohheit umschließt die düsteren Zukunftsräume, die sich z.B. in Ostdeutschland öffnen.

Von Anfang an wurde meine Arbeit sehr von den Ideen des Bauhauses geprägt. Schon, dass ich den Tischlerberuf lernte und dann Künstler wurde, ist dadurch ausgelöst worden. Ich habe Menschen kennen gelernt, die dort vor der Schließung 1933 gearbeitet haben. Dass diese Institution nun wieder durch Faschisten bedroht wird, trifft mich deswegen persönlich. Die Amnesie des Wahlvolkes führt zu Beurteilungsstrukturen, die Wissenschaftsfeindlichkeit und Nationalkunstverlangen hervorbringen. Das ist mir nicht egal!
