
In meinen kleinen Malereien kann ich mich auf die Suche nach der Sprache des Körpers machen, der zu den synaptischen Vernetzungen Kontakt hält. Aus den Steinabdrücken, die mit viel Kraft aus dem rechten Arm eingeprägt werden, wachsen neblige Aufwirbelungen. Der Blick tastet sich tiefer unter die Schichten der Schraffuren und deren Handballenauflösungen. Auch sie kommen mit Wasser aus dem Farbkasten und Kraft aus der Schulter, die von einem Gesträuch summender Schwingungen angetrieben werden.

Rückkopplungen entstehen aus der Beobachtung des Wachstums dieser Strukturen. Nur scheinbar verstecken sich Zeichen darin oder Figuren, die nur auf der äußeren Schicht umrandet werden. Spontane Entscheidungen für Farben, folgen altem Lernstoff. Erst in der Kombination mit ungewollten Zufällen, kommt Spannung auf. Auch die Fingerkuppen ertasten diese Felder und kreisen immer wieder über die kleinen, gelben, vertieften Linien vom Anfang.

Der Gedanke, Abdrücke von Muschelfragmenten in die modellierten Flächen des Tanzreliefs zu prägen, folgt den aktuellen Geschehnissen auf dem Gustavsburgplatz und der Idee, andere Strukturen, auch die der Buchmalereien in die plastische Arbeit mit einzubeziehen. Dort, wo ich die Schraubengänge und die Steinoberflächen in das Papier eingraviere, treffen sich schon malerische und plastische Vorgänge.
