
Manchmal gibt es Freundschaften, die nicht gleich bewusst werden. Mich verbinden mit Menschen, mit denen ich zutun hatte, Ähnlichkeiten in unserer Biografie. Auch Kleinigkeiten weisen auf Gemeinsamkeit hin. Der Fotograf, der mich für das Humboldtforum in meinem Atelier fotografiert hat, besitzt denselben Aquarellkasten, wie ich. Unsere Erlebnisse und Haltungen sind ähnlich. Und dann fotografierte er mich wieder in Berlin, in der anderen Umgebung.

Bilder des Fotografen Christoph Boeckheler, der unsere Teves West Clique hier auf dem Gelände für die Frankfurter Rundschau fotografierte, hat Claudia vom Startorante geschickt. Der Mann hat ein wirklich gutes Gefühl für die Orte und für das Verhältnis der Menschen zu ihnen darin. Meine derzeitige Arbeit, vor allem die an den Objekten, geht auf seinem Bild von mir, eine Verbindung mit dem Väterportrait hinter mir ein. Die Kontinuität wird sichtbar. Auch unsere Gruppenbilder spielen mit dem Bezug zur Umgebung.

Das Modellieren des Tanzreliefs geht nach wie vor recht langsam voran. Ich kann diese Arbeit zwar genießen, hätte sie dennoch gerne schon vom Tisch, um die Form bauen zu können. Denn die Arbeit, die sich anschließt, ist nicht weniger spannend. Der Sinn für Harmonie der Räume, birgt die Gefahr der Gefälligkeit in sich. Aber ich habe das im Blick.
