
Wenn sich am Anfang der Malereien die Farbwolken fast konturlos ineinander schieben, dann entsteht von Fall zu Fall ein leichtes Unwohlsein bei mir. Gestern war die Schwelle dieser Akzeptanz noch höher. Das lag vielleicht auch am extrem entspannten Sonntag. Aber heute erschien mir diese Leichtigkeit so zahm, dass klare, konstruktive Linien das weiche Bild zerschnitten. Und immer mal ruft Monika aus dem Jenseits nach mehr Grün.

Ihre Lebensbeschreibung, die Arundhati Roy selbst schrieb, stimmt manchmal mit Episoden meiner Kindheit überein, die ich insbesondere im ehemaligen Kloster Gerode erlebt habe. Mein Erziehervater, der mit mir umging, als sei ich sein Eigentum, mit dem er machen konnte, was er wollte, hatte Macht über die vielen, ihm anvertrauten Kinder aus schwierigen Verhältnissen. Aus einer Fotografie, die eine militärische Formation von Jungpionieren im Ferienlager mit meinem Vater und mir zeigt, ist die Grundlage für die Zöglingsportraits entstanden, die nur den Anfang der Beschäftigung mit diesem Thema bilden.

Einen produktiven Kontrast bilden auch das barocke, eingestürzte Kirchenschiff, das Marienrelief über dem Haupteingang des Klosterzellentraktes, die vollständige Ummauerung des gesamten Geländes des Klosters Gerode, im Kontrast zu der Heranbildung allseitig gebildeter, sozialistischer Persönlichkeiten in diesem Jugendwerkhof. Aus dieser Konstellation lässt sich viel Energie gewinnen.





































































