Trost

Im Innenhof von Teves West trafen wir gestern einen Journalisten, dem wir unsere Situation schilderten, da unsere Mietverträge 2030 auslaufen und wir eine Planungssicherheit brauchen. Es beginnt eine Kampagne, die zum Ziel hat, dass wir alle hier als eine zusammenarbeitende Gruppe bleiben können.

Auf den Tanzreliefformen entstehen neue kleine Objekte, in denen Teile der Reliefs ausgeformt und mit räumlichen Konstruktionen im Rücken verbunden werden. So kann eine Figur, die im Liniengeflecht verborgen ist, irgendwo in der Tanzlinie vorkommt, hervortreten, materialisiert werden und mit einem stabilisierenden Bau im Rücken aufrecht stehen. Das Pappmaché hat eine neue Konsistenz, bildet genauer ab und trocknet sehr stabil auf. Vielleicht sollten ein paar Fragmente davon auf meinem Schreibtisch liegen, damit sie mit den Buchmalereivorgängen Berührung bekommen können.

Seit einiger Zeit besteht meine Lektüre aus einem Buch von Eva von Redecker mit dem Titel „Dieser Drang nach Härte“, über den neuen Faschismus. Da hinein, in diese Horrorszenarien, kann ich nur für relativ kurze Zeit eintauchen, ohne Schaden zu nehmen… Aber abends vor dem Schlafengehen gibt es ja noch den Roman von meiner Tochter: „Hinter den Mauern der Ozean“, als Trost.