Wie eine Choreografie

Mit Tusche, Feder und einem spitzen Pinsel begann ich die tiefliegenden Liniennetze der Tanzreliefs hervorzuheben. Hier und da wird die Struktur durch verschiedene Strichstärken variiert. In den Zwischenräumen entstehen so Figurationen abstrakter Gegenständlichkeit. Das beginnt mit einer Suchbewegung, die plastische Formen als Impulse für Zufälligkeiten aufnimmt und weiterentwickelt. Bisher habe ich die Tusche noch nicht verdünnt, bin auch noch nicht mit Schellack in de Flächen gegangen, geschweige denn mit Farben.

Es gibt Experimente mit Ringgeflechten aus Weidenruten und Relieffragmenten, die ihre Kreise ausfüllen. Das bereitet die Objekte vor, die sich aus Weidengeflechten, Dreieckskonstruktionen und den vollständigen Tanzreliefs zusammensetzen sollen. Ein organisches Zusammenspiel der Elemente muss geprobt werden, wie eine Choreografie.

Die etwas klobigen Eckverbindungen der Gitterkonstruktionen baue ich Schicht für Schicht zu kleinen Skulpturen aus. Das sind neue Elemente, deren Funktion noch nicht ganz klar ist. Sie schweben langsam in die Räume, ohne dass ein Ziel vorgegeben ist.