
Vorsätzlich in den Buchmalereien Charaktere zu entwickeln, oder während der Arbeit an sie zu denken, erzeugt bei mir eine gewisse Verkrampfung, die zu etwas behäbigen Ergebnissen führt. Und dann sind die inhaltsgeladenen Strukturen nicht mehr erkennbar. Ich kam am Morgen darauf, weil ich zuvor daran dachte, die entstandenen Objekte mit solchen charakterlichen Zuschreibungen zu versehen.

Und außerdem entstand ein Bild in meinem Kopf, das die Reliefs des Tanzfrieses in ein Enviroment einband. Es besteht aus stehenden Gitterkonstruktionen, in die die Reliefs eingelassen oder hineinkonstruiert sind. Das Ganze kann auf einem längeren Tisch stehen. Auf dem vielleicht auch Rolle 11 mit der entsprechenden Sequenz zum letzten Forsythestück liegt.

Den ruhigen Tag gestern nutzte ich nicht dafür, nur streng und konzentriert viel zu arbeiten. Für das vierte Relief fertigte ich die Vorzeichnung an, die nun auf die Modellgrundplatte übertragen wird, damit an den Linien entlang das nächste Relief modelliert werden kann. Es ist mir klar, dass es sich nicht gerade um eine innovative Technik handelt. Darauf kommt es mir auch nicht mehr an! Es kommt mir auf mein Gefühl dabei an.
