
Erstmals füllte ich gestern die dritte Form des Tanzreliefs mit Pappmaché aus. Meine Bemühungen das feuchte Material feiner zu zerhäkseln hatte nur wenig Erfolg. Ein weiterer Versuch wäre, es trocken zu Staub zu zermahlen. Dann entsteht mit Wasser eine feine Masse, die die Form genau abbildet. Morgen wird der erste Abguss sicher trocken sein. Dann kann ich ihn grundieren und mit den anderen beiden zusammenbringen.

Franz Konter hat mich gestern im Atelier besucht. Wir sprachen über unsere Arbeit und über die Zweifel an der strikten Kontinuität und die Hoffnung, dass überraschend eine Erneuerung um die Ecke kommt. Beides liegt uns beiden am Herzen. Meine Gitterobjekte sind so ein Versuch der vorsätzlichen Veränderung der Arbeitsgänge. Außerdem fassten wir eine Wiederbelebung unserer künstlerischen Kooperation ins Auge. Die letzten Versuche stehen schon über ein Jahr hier und büßen an Kraft nicht ein.

Gestern blieb ich durchgehend den ganzen Tag im Arbeitsprozess. Nun ist für zwei Tage wieder Normalität angesagt. Das tut meinem Körper, meinem Geist und meiner Seele gut. Die grüne Wand meines Gärtchens schützt mich klimatisierend vor den Temperaturspitzen.
