
Durch die weiße Grundierung bekommen die Gitterobjekte den Charakter einer durchlässigen Leinwand, die es zu bemalen gilt. So werden sie der Grundraum, der gefüllt werden soll. Zwei dieser offenen Konstruktionen mit den skulpturalen Eckverbindungen, sind bereit für die Aufnahme von gestalteten Gegenständen. Außerdem färbte ich einige Zweige der geflochtenen Weiden weiß, die ebenfalls in den umgrenzten Räumen schweben können.

Die Durchdringung von Innen und Außen, die Definition der verschiedenen Zustände, können mit Hilfe dieser Skulpturen sichtbarer werden. Auch die Buchmalereien und anderen Arbeiten sind die Wege, auf denen ich die Stoffe und ihre Aggregatzustände erkunde. Dabei laufen ästhetische Entscheidungen stetig parallel und wie von selbst ab.

Im Atelier von Franz sah ich nun Farben auf seinen Blättern mit den Sepiazeichnungen. Dass er versucht, während dieser Arbeit nicht zu denken, schlägt sich manchmal in den Kompositionen nieder, die sehr spontan erscheinen. So bekommen seine kraftvollen Striche manchmal eine schüttere Note.
