
Aus den Materialbergen im Atelier kommen 2 Dreiecksgitterobjekte, mit unregelmäßigen Kantenlängen. Sie lagen mit anderen zusammen auf dem Schrank, der meine Computernische vom restlichen Raum abtrennt. So hatte ich sie täglich, rechts von mir, im Blick. Die Arbeit begann mit der Herstellung von Pappmaché aus alten getrockneten Resten, Masken- und Relieffragmenten. Beim Einkaschieren der Eckverbindungen stellte sich die feuchte Masse als ein Material heraus, mit dem man gut modellieren kann. Es lässt sich formen, glatt streichen und trocknet zu festen dichten Volumen. So werden die Stellen, an denen sich die Stäbe treffen, zu kleinen Skulpturen.

Eine alte Reliefform mit abgegossenen Symbolen menschlicher Wanderung, füllte ich mit Pappmaché und verband die Rückseite des entstehenden Reliefs mit einem Weidengeflecht. Die Form des Frankfurter Kraftfeldes und das zerstörte 14 Meter lange Relief, könnten das Grundmaterial für eine neue große Arbeit bilden, in der die Dreiecksgitterobjekte Wanderungsspuren aufnehmen.

Genügend Inhalte dafür befinden sich in der Form. Sie können Grundlage für Skulpturen bilden, die aus den vorgeformten Volumina wachsen und die Gitterobjekte bevölkern. Vielleicht kann das ganze etwas kompakter und konzentrierter sein als das große Relief. Diese Idee entstand aus der Umarbeitung der alten Gitterobjekte.
