Feinmotorik

Während eines Spaziergangs am Mainufer, besuchten wir die Alten Meister im Städel. Zwischen manchen gemalten hingen digitale Spielereien. Dort erhebt sich dann der gemalte Schmetterling in der elektronischen Kopie und umflattert die Birne, die auf den Tisch steht. Aber die alten Malereien lohnen immer einen Besuch. Auf dem Rückweg blies mir der Wind meine Schirmmütze in das Westhafenbecken. Zwei Sekunden zuvor hatte ich die Szene schon im Kopf, reagierte aber dennoch nicht schnell genug, um das Versinken meiner Mütze, die seit Jahren zu mir gehörte, zu verhindern.

Während der Buchmalereien achtete ich auf die feinmotorischen Zuckungen, die von den unregelmäßigen Schraffuren oder besser gesagt von den Gesträuchlinienbewegungen ausgehend, sich verselbständigen.  Wenn die Hand in diese unwillkürlichen Bewegungsabläufe gerät, muss ich sie zügeln, sonst schießen die Linien über das Format hinaus oder stören die Komposition, die während des Malens in meinem Gehirn wächst.

Ein paar Einschränkungen in meiner rechten Hand nehmen zu. Der Grund ist wahrscheinlich eine Arthrose an der Daumenwurzel. Das wirkt sich nicht nur auf meine Handschrift, sondern auch auf das Zeichnen aus.