
Daniel Libeskind veranstaltete 2018 an verschiedenen Frankfurter Orten Konzerte in einer Reihe, die er „One Day in Life“ nannte. Er brachte die Stadt dort zum Klingen, wo sonst Musik keine übergeordnete Rolle spielt. Einer der wichtigsten und populärsten Orte dieser Veranstaltung war das Boxcamp auf Teves West. Der Mann, der das Jüdische Museum in Berlin und den Ground Zero in New York entwarf, hat einen seismischen Sinn für die Energie eines Ortes und würdigt den Raum der Boxer mit der Klaviersonate Nr. 31 As-Dur von Beethoven.

In diesem Zusammenhang denke ich an den Schüler, der in meinem Atelier ein Flugzeug zeichnete, das auf die Twintowers zurast. Die Diskussion die sich rund um diese Zeichnung hier bei mir entwickelte, verbinde ich mit den Entwürfen von Libeskind für den zerstörten Ort und den Menschen, die dem Anschlag zum Opfer gefallen sind. Ich denke an die muslimischen Frauen die an jedem Freitag im Boxcamp trainieren.

Gestern richtete ich mein Atelier für das Teveswestfest ein. Ich bereitete Flächen für Frottagen vor, räumte auf, schuf im Gärtchen Raum für Aufenthalt und ordnete schon Material für den Workshop, den ich anbieten will. Am Freitag soll ich eine Eröffnungsrede für einen Konzertabend halten. Dabei werde ich auch über Libeskind sprechen.






















































