Verunsicherungen

Manchmal schwindet die Sicherheit mit der die täglichen Collagen entstehen. Dann rühren sie beim Anschauen an ein befremdendes Gefühl. Das führt zum Nachdenken über den Vorgang, bei dem schon seit 8 Monaten die Buchmalereien mit einer bewegten Linie quer aufschnitten werden. Durch das Auseianderschieben nach oben und unten, öffnet sich der Spalt, durch den man auf die vorherigen Durchblicke in die Vergangenheit schauen kann. Nach einigem Überlegen, bleibe ich weiter bei diesem Vorgehen.

Auch bei der Verbindung der Gitterobjekte mit den Verschlingungen der geflochtenen Weidenverästelungen schleicht sich ein Unwohlsein ein. Das passiert in den Moment, in dem die unterschiedlichen Gestaltungsformen gleichwertig werden und sich sozusagen gegenseitig aufheben. Dem kann aber mit bemalten Relieffragmenten gegengesteuert werden. Und weniger ist hier deutlich mehr.

Gestern passierte etwas sehr ungewöhnliches: mir ist meine Arbeitslust abhanden gekommen! Das dauerte bis zum Anfertigen der heutigen Collagen. Selbst während der Malerei hatte ich Minuten, in denen der innere Antrieb ausblieb. Das verunsichert mich, weil ich so etwas überhaupt nicht von mir kenne.