Der Drang nach Härte

In Ostdeutschland hieß dieses Datum eine zeitlang „Tag der Befreiung“. Man kann das Gefühl bekommen, dass viele dort heute dieses Ereignis wieder rückgängig machen wollen. Schlechtgelaunt schwimmen sie im Reichtum und hängen Verschwörungsszenarien an, in denen sie von „denen da oben“ vergiftet, ausgebeutet und anderweitig hinters Licht geführt werden. Böswillig fristen sie ihr Dasein, das dadurch noch trauriger erscheint.

In Eva Redeckers Buch über den neuen Faschismus, das den Titel „Der Drang nach Härte“ trägt, werden die unterschiedlichen Argumente und Erscheinungsformen des rechten, rassistischen Nationalismus unter die Lupe genommen. Genau denken kann in dieser Situation sehr hilfreich sein. Die Dumpfbacken werden das aber nicht lesen.

Mit den Schülern transportierte ich die Ergebnisse unserer YOU&EYE – Arbeit ins MAK. Das war eher unspektakulär. Auf dem Eisernen Steg aber machten sie Interviews und auf dem Römer saßen wir alle, Eis essend, zum Abschluss beieinander. Etwas Erleichterung aber auch etwas Wehmut stellte sich ein.