Junge Menschen

Eine erste Variante eines Tanzreliefs zeichnete ich auf einen Streifen Transparentpapier. Die volle Größe des Scans ist etwas zu hoch für die Grundplatte, auf der ich modellieren möchte. Muss ich also wieder einen Schritt zurück und das Ganze noch einmal etwas kleiner zeichnen. Der Vorteil dieser Wiederholung ist, dass mir die Formen des gezeichneten Liniennetzes vertrauter werden. Und kleine Korrekturen fallen beim zweiten Zeichnen leichter, führen zu einer spannungsvolleren Gesamtkomposition.

Auf einem Familientreffen konnte ich mit den jungen Menschen sprechen, deren Entwicklung wir interessiert verfolgen. Und da gibt es reichlich Erfolgsmeldungen und es bilden sich immer neue Begabungen heraus. Matthis beispielsweise betreibt Sprachforschungen an der Goethe-Uni und singt als Solotenor in Oratorien. Zu Ostern können wir ihn in der St. Leonhardskirche am Mainufer hören und sehen. Und Ragna, die schon in meinem Atelier mit ihrer Bratsche musizierte, hat die beste Masterarbeit ihres Jahrgangs in ganz Schweden geschrieben!

Mein Kalender ist voll mit Terminen. Das ist eine Last für mich. Stattdessen sehne ich mich nach Zeiträumen, die ich geschlossen und kontinuierlich der Entwicklung meiner Arbeit widmen kann. Mit all den Unterbrechungen steigt der Druck dennoch, meinen Wünschen gemäß, weiter zu kommen.