Fluss

Eine vorantreibende Schwärze entwickelt sich auf Rolle 12. Ich werde hineingezogen in die Beschleunigung und komme immer langsamer voran. Es ist das Gravitationsfeld eines Hochgefühls, ist komprimiertes Licht.

Die Malereien folgen eher den Bewegungen, die aus der Gegend hinter dem Brustkorb hervortreten und in die Arme und Hände fließen, als Ideen im Kopf. Ein Gewässer auf dem ich hinabfahre bis auf die Buchseiten, um die farblichen und strukturellen Spuren der Mitschrift zu hinterlassen. Keine Effekte, kein Pathos nur leise Notizen.

Das Gewässer entsprang in einem Traum der Letzten Nacht, in dem wir auf einem archaischen Floß einen wilden Fluss hinab trieben. Das Gefährt bestand aus Holz, Lianen und luftgefüllten Tierhäuten mit einer Hütte darauf. Ohne zu navigieren schauten wir durch ein Fenster auf die vorüberziehende Uferlandschaft. So kamen wir ans Meer und fuhren auf seine großen Wellen zu.