
Die Malerei erscheint mir an diesem Morgen wie ein Paralleluniversum. Es weist eine Restgegenständlichkeit auf, die aus Gravuren und Materialabdrucken hervor scheint. Es gibt die parallel laufenden Linien, die durch ein druckvolles Rollen des Schraubengewindes aus Kaza entstehen. Sie mischen sich mit den Haarschwüngen, mit den Lavaabdrucken und meinen Handlinien. Das alles schichtet sich und wird manchmal mit der Handkante verwischt.

Eine weitere Verdichtungsschicht schlug gestern auf Rolle 12, wie eine Welle an den Strand. Nach dieser Rückrollbewegung und den dadurch versetzten Motiven, die übereinander gezeichnet sind, übernimmt nun die Finsternis das Zepter.

Gestern schleppte ich die große Leiter in den Ausstellungsraum, um das Dach provisorisch reparieren zu können. Die Leute, die dafür zuständig wären, kümmern sich trotz des anhaltenden Regens nicht schnell genug um die Abdichtung. So steige ich, der alte Mann, auf die Leiter und erledige das.
