Stoisch

Bei meinem täglichen Radiohören, versuche ich die für mich relevanten Informationen herauszufiltern, um sie dann gesondert zu betrachten. Wie reagiert die Kunstwelt in den USA auf den turbokapitalistischen Faschismus, der das intellektuelle Leben zugrunde richtet? Können sich dadurch neue Stilrichtungen bilden? Das sind Fragen für das Diktaturenprojekt.

Meine eigene Reaktion auf diese Vorgänge in aller Welt, würde ich am ehesten als stoisch bezeichnen. So ging das Zeichnen auf Rolle 12 weiter. Die Tanzsequenz verdichtete sich in mehreren Arbeitsgängen des abermaligen Durchzeichnens auf die äußere Schicht der Rolle. Dabei bewegte ich sie zusammenrollend sowohl nach hinten als auch in entgegengesetzte Richtung vom Ende her.

Es kommt zur deutlichen Sichtbarkeit der sich stapelnden, versetzten Wiederholungen, die sich zu einer sehr intensiven Gesträuchstruktur steigern. Das kann bis zu einer Schwärze gehen, die noch einzelne helle Inseln aufweist, mit deren Umrissen dann weitergearbeitet werden kann – wie gehabt.