
Die Linien der Handabdrücke, die am Anfang der Arbeit an den Buchmalereien hell aus den gedeckten Farbmischungen hervortreten, erzählen von Begegnungen, Berührungen und Anschlüssen. Da sind beispielsweise die groben Umrisse, die mit den Farbstiften die Differenzierungen der Naturformen nicht nachbilden können. Ebenbürtig sind ihnen aber die Steinabdrücke, die die Bewegungen der Lava, ihr Fließen und Brodeln dokumentierend und starr in sich tragen. Mit einem Feinen Pinsel, der mit etwas Wasser die Farben vom Papier aufnehmen und neu strukturieren kann, kommt man der Qualität der Naturabdrucke näher.

Die Zeit, die für diese Arbeit vorhanden ist, streckt sich durch die Konzentration ihrer Abbildung im geschichteten Raum der entstehenden Bilder. Wenn das Nachbessern der Malereien mit dem Setzen von Akzenten mit der Füllerfeder und ihrer Tinte zu grob gerät, findet sich mit dem Wasserpinsel das leuchtende Blau, das in dieser schwarzen Tinte versteckt ist. Sie wird in Thüringen, in Zella Mehlis hergestellt und landete aus Versehen im Einkaufskorb.

Der Lavastein, der heute mit seinen Abdrücken auftrat, besitzt charakteristische Oberflächenfelder. Es gibt nahezu geschlossene Flächen, die ich aber kaum nutze. Ein etwa 2 Quadratzentimeter großes Oval, zeigt kleine, fein erstarrte Blasen, die nach oben offen sind. Zwischen größeren Blasen befindet sich in der Mitte der Oberseite eine Figur mit spitz auslaufenden Gliedmaßen. Sie tritt manchmal als solche, einzeln stehend auf.


































































